Unter Franzosen! 

(Mittwoch, 20. November 2013)

 

Wir sind mal wieder aufgeflogen! Wieder ein Hotel, dass wir in Zukunft besser meiden sollten. Erst die Geschichte mit dem Zimmermädchen, dann wurden wir heute morgen beim Check-Out auch noch darauf angesprochen, dass doch ein Paar hoteleigene Flip-Flops in  unserem Zimmer fehlen würden. Erwischt! Naja, bei Flip-Flops hört die Freundschaft eben auf. Widerwillig zog meine Frau sie aus ihrem Rucksack und gab sie wieder reumütig an den Rezeptionisten zurück. Hätte der Bus an diesem Morgen nicht ein klein wenig früher kommen können? Dann wäre der Sieg unser gewesen.

 

Mit einer halbstündigen Verspätung ging es schließlich ans Wasser, an den Golf von Siam. Eigentlich sollte man von einem Wunder sprechen, hier wohlbehalten angekommen zu sein. Die Hälfte der 150 km verbrachte der Busfahrer im Gegenverkehr. Wo hatte der nur dieses Vertrauen her? Außerdem schien er für das Busunternehmen noch zusätzliche Schlaglochmeilen einzufahren. Doch 3 1/2 Stunden später, wir konnten es kaum glauben, fanden wir uns auf so etwas ähnlichem wie einem Marktplatz wieder. In dem Krabbendörfchen Kep!

 

Doch dann immer diese Herausforderung mit den Tuk-Tuk-Fahrern, von denen wir jetzt noch einmal abhängig sein werden. Auf Zuruf schien unserer die Absteige (klingt schlimmer als es war) wohl zu kennen, was sich im weiteren Verlauf jedoch als klare Finte herausstellte. Mit einem Selbstvertrauen (der war ja wie der Busfahrer), das der junge Mann an den Tag legte, wollte er uns bei einem französischen Guesthouse abladen, dessen französischer Besitzer (wie sich das für ein französisches Guesthouse gehört) uns am liebsten gleich adoptiert hätte. Doch das Missverständnis war schnell aufgeklärt und die richtige Unterkunft dann doch schnell gefunden. Dann der Schock für jeden, der einen Reisebericht verfasst. Wifi gibt es nur im Empfangsbereich. So hatten wir aber nicht gewettet. Also sitzen wir hier nun am hauseigenen Pool (gehört wohl noch zum Empfangsbereich) und gehen unserer täglichen Blogarbeit nach. Es ging uns wahrlich schon schlechter. Ist ja nicht so, dass hier Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt herrschen.

 

Alles in allem kann man sagen, dass Kep ein schönes, kleines Dörfchen ist, das für ihren Krabbenfang bekannt ist. Schon alleine dafür lohnt sich die Anreise. Doch bisher kommt nichts, rein gar nichts, an das gute alte Siem Reap heran, wenn wir über Kambodschas Städte sprechen. Kurzzeitig hatten wir mit dem Gedanken gespielt, doch noch eine Nacht zu verlängern, doch hinsichtlich Strand kommt höchstwahrscheinlich nichts an Thailand heran. So werden wir die morgige Nacht noch in Kep verbringen und dann eine knapp neunstündige Fahrt in einem weiteren Reisebus Richtung Koh Chang (Thailand) auf uns nehmen. So weit jedenfalls der Plan. Wir halten Euch auf dem Laufenden.

 

Falls etwas interessantes auf unserer weiteren Reise passieren sollte oder wir einfach mit unnützem Wissen glänzen wollen, werdet ihr es natürlich als Erste erfahren. Doch ab jetzt kann es auch durchaus passieren, dass wir mal einen Tag des Blogs auslassen, weil jetzt die Zeit der großen Aktivitäten in den Städten vorbei ist und wir uns nun die wohlverdiente Entspannung gönnen.

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