Unsere Reise nach Jerusalem! 

(Sonntag, 17. November 2013)

 

Ziel erreicht: Nachdem wir regelrecht enttäuscht waren, dass wir nach einer ganzen Woche Asien noch keine Farbe angenommen haben (oder zumindest wenig), haben wir Lichtschutzfaktor Lichtschutzfaktor sein lassen und auf jegliches Einbalsamieren verzichtet. Das Resultat: Sonnenbrand vom Feinsten! Geht doch! Wir können es uns ja einfach schön reden und die Farbe rotbraun nennen. Doch keine Zeit, unsere rotbraune Haut zu bewundern. Wir müssen los!

 

Nach unserem letzten Frühstück in unserem Guesthouse und einer herzlichen Verabschiedung durch die Gastgeber brachen wir heute also auf - Richtung Phnom Penh. Die Tickets bereits am Tag zuvor geordert, warteten wir also auf unseren Kleinbus, der uns dann wiederum zum Busbahnhof befördern sollte. Das tat er am Ende, Gott sei Dank, sogar.

 

Wir erwarteten einen bequemen Reisebus, zwar ohne Wifi (wir wollen ja nicht wählerisch sein), aber mit einer Bordtoilette. So könnte die Reise beginnen. Was wir bekamen, WAR ein Reisebus (da bekommt das Wörtchen Reise eine ganz neue Bedeutung), aber ohne Wifi und ohne Bordtoilette. Der Bus müsste ungefähr so alt wie mancher Tempel gewesen sein. Entlang der über 300 km langen Strecke hat er tatsächlich immer mal wieder neue Fahrgäste aufgenommen. Obwohl der Bus bis auf den letzten Platz besetzt war. Pfiffig wie die Menschen hier nun einmal sind, wurden kurzerhand Kunststoffschemel organisiert, um weitere Sitzplätze im Gang zu schaffen. Eigentlich warteten wir nur auf den Moment, dass die Musik aufhört zu spielen und derjenige aus dem Bus fliegt, der keinen Schemel ergattern konnte. Was für ein Spaß für alle Beteiligten.

Es hätte uns natürlich wahrlich schlimmer treffen können, wie das polnische Pärchen, das die beiden Sitzplätze neben uns innehatte, allerdings nur bis Kompong Thom mitfahren, umsteigen und weiter nach Krabi aufbrechen wollten. Das Problem bestand aber wohl darin, dass der Fahrer kein Wort von dem verstand, was der polnische Fahrgast ihm mitzuteilen versuchte. Also haben sie eiskalt die Haltestelle verpasst und sind irgendwo im Nirgendwo ausgestiegen, um eine andere Mitfahrgelegenheit zu finden. Viel Glück Euch beiden!

Da hatten wir etwas mehr Glück, denn wir mussten einfach nur darauf warten, bis der Rest der Fahrgäste ausgestiegen war. Idiotensicher! Nicht mehr ganz so idiotensicher war das Finden unseres Hotels für den von uns beauftragten Tuk-Tuk-Fahrer. Irgendwann schien er sich so unsicher zu sein, dass er doch lieber mal in einer Bar nach dem Weg fragte. Der Barkeeper schaute ihn mit großen Augen an, schmunzelte, wies auf die andere Straßenseite und (Trommelwirbel) da war unser Hotel.

 

Und das ist ein Traum, spontan gebucht, mit Rooftop-Pool mit Blick über die Stadt Phnom Penh. Braucht man nicht im Geringsten, aber es ist schön, wenn man es hat. Noch dazu bezahlbar. Jetzt gilt es aber erst einmal hier anzukommen, die Stadt kennenzulernen, beim Überqueren der Straße zu überleben und Khmer Restaurants auszumachen.

Also bestand die ganze Aufregung des Tages in einer Busreise, die man erlebt haben muss, aber bitte nur einmal! Mit diesen Worten verabschieden wir uns bis morgen, um Euch mit den haarkleinen (naja, wir wollen es mal nicht übertreiben) Bericht über die Hauptstadt Kambodschas zu begeistern.

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