Same same but different! 

(Montag, 11. November 2013)

 

Wir haben heute, vorerst zumindest, Bangkok den Rücken gekehrt und sind gegen Mittag glücklich und zufrieden auf dem Flughafen Siem Reap (Kambodscha) gelandet. Der Flughafen an sich wirkt bereits wie ein Wellness-Resort. Lasset den Spaß also beginnen.

 

Und erst einmal diese witzige Einreiseprozedur! Irgendwie war das wie Flüsterpost bei der Visa-Vergabe; jeder Beamte durfte ein Stückchen in deinem Pass abarbeiten, das Geld wurde professionell in einem Koffer gelagert und am Ende hoffte man, dass das Richtige dabei herauskam. Die Beamten allerdings auch.

 

In einer langen Schlange stehend machten sich die Beamten dann einen Heidenspaß daraus, die für Asiaten unaussprechlichen Namen laut auszurufen. Wenn die Damen und Herren etwas haben, dann scheint das Humor zu sein.

 

Netterweise wurden wir gleich am Flughafen von einem Tuk-Tuk-Fahrer erwartet, der uns quer durch Siem Reap kutschierte und uns bei Frank und Tanja ablud, zwei ausgewanderten Deutschen, die dort ihr Guesthouse führten. *Nachtrag: Leider hat das Guesthouse im Jahre 2015 für immer seine Tore geschlossen. So entgingen wir der endlosen Warterei auf ein kostengünstiges Gefährt und hatten einigen Stress weniger.

 

Nach einer herzlichen Begrüßung und einem Willkommensbier haben sich die beiden ausreichend Zeit für uns genommen, uns die Möglichkeiten aufzuzeigen, Siem Reap und die Tempelanlagen optimal zu bereisen. Außerdem hörten wir zu diesem Zeitpunkt das erste Mal von einer Tour, durchgeführt von einem Amerikaner namens Dani. Die Geschichte dazu findet ihr hier.

Nach einer kurzen Ruhephase auf unserem Zimmer ging es auch schon das erste Mal ganz alleine auf die Straßen Siem Reaps. Juhuuu! Und waren begeistert, denn es ist bedeutend ruhiger als das hektische Bangkok, aber zu keiner Zeit langweilig. Und natürlich wieder mal das Wichtigste - kulinarisch der Hammer! Ihr werdet vielleicht schon bemerkt haben, dass wir dem Essen sehr zugeneigt sind und da scheinen wir hier wohl im Paradies angekommen zu sein. Man kann einfach nicht vorüberziehen, wenn man diese mit Früchten gedeckten Tische sieht, die Garküchen am Straßenrand um den Old Market oder die kleinen Restaurants, die von außen sehr unscheinbar wirken, doch das Essen einfach nur toll schmeckt. Dann habe ich auch noch meinen Supermarkt ausgemacht, der Dr. Pepper in Dosen anbietet. Wenn das mal nicht mein Land ist. Vielleicht sollte ich hier eine Laufgruppe gründen und den nächsten Berlin Marathon Sieger züchten.

 

Das Land ist zauberhaft. Es macht riesigen Spaß, sich treiben zu lassen und in den Tag hineinzuleben. Scheinen die Einheimischen hier ja schließlich auch zu machen. Vorsichtig haben wir uns in Siem Reap vorgetastet. Erstes Teilstück zur Nahrungsaufnahme, fast noch in Sichtweite unseres Guesthouse, dann weiter zur Laundry, unsere Kleidung durchfeudeln lassen und dann war es um uns geschehen - beim Old Market. Hier ist es passiert - Same same but different! Ähm, okay! Meine Frau wollte einen Rucksack haben, angeboten hat man ihr einen Koffer. Wir kamen trotzdem ins Geschäft. Sie ist zwar auf ihrem schäbigen Koffer sitzengeblieben (war wahrscheinlich ihr Ladenhüter), haben uns aber für ein anderes Modell des Rucksacks entschieden und basta!

 

Werden jetzt sechs Tage hier verbringen und haben uns dazu entschlossen, morgen noch einmal zu "entspannen", bevor wir für den übermorgigen Tag endlich die Tempelanlagen unter Beschlag nehmen. Entgegen der wohl üblichen Route im Uhrzeigersinn, hoffen wir auf besseres Durchkommen im Gegenuhrzeigersinn.

 

Wir jedenfalls sind schon total gespannt darauf, was Kambodscha für uns die nächsten beiden Wochen zu bieten hat und würden uns freuen, wenn ihr uns dabei begleitet.

zuletzt bearbeitet: 06.09.2017

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