Die Rückkehr der Tempelritter! 

(Mittwoch, 13. November 2013)

 

Hallo zusammen! Wir melden uns zurück! Heute stand also, wie versprochen, unser Besuch im Angkor Achaelogical Park an. Eine Wohnungsbesichtigung hatten wir uns allerdings anders vorgestellt. So viele Interessenten für eine halbfertige Wohnanlage. Wir haben schnell unser Angebot einzuziehen zurückgezogen und uns einfach bloß der Besichtigung angeschlossen.

 

Unser Tuk-Tuk Fahrer hat uns pünktlich um 8 Uhr vor unserer Türe (naja, eigentlich gehört die ja Tanja und Frank) abgeholt und musste für uns sofort eine Sonderaufgabe ausführen. Wir hatten da noch etwas in der Laundry zu klären, denn es war am Vortag ein kleines Missgeschick passiert, was einer professionellen Reinigung durchaus passieren kann. Wer's glaubt! Als wir unsere Kleidung abgegeben haben, war sie verschwitzt. Bei Abholung war sie zwar nicht mehr verschwitzt, aber dreckig. Also nochmal in die Reinigung zurück, um sie heute Abend wahrscheinlich verschwitzt UND dreckig wieder abholen zu dürfen. Wie immer same same but different!

Schnell erledigt konnten wir endlich wieder unser Tuk-Tuk zu den Tempeln besteigen und hatten vorher keinerlei Vorstellung darüber, was uns die nächsten Stunden erwarten würde. Angefangen beim Ticketkauf. Da wartet man eine gefühlte Ewigkeit, dass man endlich die Tickets ausgehändigt bekommt; bezahlt hat man ja schließlich auch schon, da muss jeder einzeln vortreten zur Fotosession. Wofür das? Geht von uns etwa irgendeine Gefahr aus?

 

Kurze Zeit später klärt sich die Situation auf und wir halten glücklicherweise unsere Tickets in den Händen, mit Bild versehen. Da war unsere anfängliche Aufregung doch ganz umsonst. Raffiniertes Völkchen. Immer für eine Überraschung gut.

 

Dann mal los - Energie!!! Die Fahrt durch die Anlage alleine ist schon berauschend, man könnte auch einfach zehn Stunden lang die Wege mit dem Tuk-Tuk abklappern, ohne gelangweilt zu sein. Doch das sollte heute auf gar keinen Fall unser Ziel sein. Obwohl eigentlich direkt auf unserem Wege, lassen wir die wohl bekanntesten Tempel, Angkor Wat und Angkor Thom, links liegen, um hoffentlich später zurückzukehren.

 

Doch dann folgt auf der sogenannten großen Angkor Tour eine Reihe von verschiedenen weitaus kleineren Tempeln, die sich einer nach dem anderen in ihrer Schönheit überbieten. Es handelt sich dabei um die unbekannteren Bauwerke, die weiter entfernt liegen, dennoch ein Muss seien sollten, wenn man mit dem Gedanken spielt, den Park zu besuchen. Macht nur nicht den selben Fehler wie wir und haltet Euch zu lange am ersten auf. Es gibt anscheinend einen Grund, weshalb das Station eins war, denn die nächsten sechs Stationen haben das Ganze noch einmal überboten.

Allerdings war der kambodschanische Wettergott heute wohl nicht sehr freundlich gesinnt, denn zwischenzeitlich regnete es wie aus Eimern. Und das, obwohl ich das gestrige Frosch-Gericht ohne Mühe aufgegessen habe. Außerdem gestaltet sich das Unterstellen in einem Tempel ohne Dach mitunter schwierig. Dann wird es auch noch verdammt "slippery"! Für mich, der zweifelsohne zur ungewollten Selbstverstümmelung neigt, ein wahrlich schwieriges Unterfangen. Doch, Gott sei Dank, ist alles glatt gelaufen (was für ein Wortspiel) und die Empfehlung, die wir an dieser Stelle aussprechen wollen, ist folgende: Verlasst auch einmal den Pfad, dem alle folgen und besteigt den Tempel nach Lust und Laune (und auf eigene Gefahr). Suhlt Euch auch mal im Dreck, klettert, springt und schwimmt gegen den Strom. Könnte sich bei den Wassermassen, die heute vom Himmel fielen, als schwierig erweisen. Festes Schuhwerk ist auf jeden Fall Pflicht, es sei denn, in Eurer Reisekrankenversicherung ist die Flip-Flop-Police enthalten. Bevor ihr jetzt losstürmt, die gibt es nicht, obwohl meine Frau sie dringend bräuchte.

 

Alles in allem eine sehr anstrengende Tour, die keine Wünsche offen ließ und wir sogar den letzten Tempel auf unserem Plan aus akutem Lichtmangel streichen mussten. In anderen Worten - es wurde dunkel!

 

Nach den heutigen Strapazen machen wir morgen mal einen Tag Tempelpause und werden uns der sogenannten Dani-Tour hingeben. Abseits jeglichem Tourismus versuchen wir das andere, das ländlichere Kambodscha kennenzulernen. Kambodscha wie es singt und lacht. Schaut auch morgen wieder rein, wenn es heißt: Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt!!!

 

Nachtrag: Macht Euch keine Sorgen, unserer Wäsche geht es gut. Sie ist wieder sauber und wohlbehalten bei uns eingetroffen.

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