Angkor Thoms Hütte! (Freitag, 15. November 2013)

 

Siem Reap, Freitag morgen, 5 Uhr! Und wir dachten schon, das gestern war eine unchristliche Zeit. Aber der Sonnenaufgang ruft, unser Tuk-Tuk-Fahrer auch. Na dann mal los zu dem romantischsten Abenteuer, das man sich vorstellen kann. Sonnenaufgang in Angkor Wat.

 

Spanisch kam uns das die ganze Zeit schon vor, oder besser gesagt, kambodschanisch. Da wartet man auf die tollste Stimmung auf Erden, wenn Angkor Wat im rötlichen Schein der aufgehenden Sonne verschwimmt. Und dann... Wolken! Gott sei Dank haben wir uns für dieses Spektakel heute den Wecker gestellt. Stellt Euch mal vor, wir hätten heute ausgeschlafen. Undenkbar! Diese Stimmung muss man doch erlebt haben. Wie man mit abertausenden anderen Lemmingen sich einen geeigneten Platz vor dem Tempel sucht, weil man jeden Moment mit der Sonne rechnet und sich anscheinend im Kampf um das beste Sonnenaufgangsfoto befindet. Somit... außer Spesen nichts gewesen.

Dann eben zu dem sogenannten Tomb Raider Tempel (Ta Prohm), vielleicht bringt's der ja. Beinahe menschenleer (die anderen warteten wahrscheinlich noch auf die Sonne), konnten wir uns endlich wieder einmal unserer Kletterleidenschaft hingeben. Lara Croft lässt grüßen. Wer aber konnte denn ahnen, dass abgesperrter Bereich heißt "Betreten verboten"? Außerdem wurden wir bereits um den versprochenen Sonnenaufgang betrogen. Also mal nicht so haben. Doch versprochen, ab sofort bewegen wir uns wieder auf ausgewiesenen Wegen. Das sollte den Rest des Tages auch gar nicht mehr anders möglich sein.

 

Übrigens sollte man bei dem Besuch der Tempelanlagen ein dickes Fell mitbringen. Wir meinen natürlich kein echtes, denn wir möchten keinen sehen, der mit einem dicken Fell vor Angkor Wat rumlungert. Wäre bei diesen Temperaturen auch nicht sehr intelligent. Nein, es geht einfach darum, dass man sehr geschäftstüchtigen Jungen und Mädchen an den Tempeln begegnet, die einem wohl für einen Dollar wohl alles verkaufen würden. Die eine Möglichkeit wäre, sie zu ignorieren, allerdings lässt sie das kalt und folgen einem auf Schritt und Tritt. Passt man nicht auf, ist man von einem ganzen Kindergarten umzingelt. Würde man dann jedem etwas für einen Dollar abkaufen, na, dann gute Nacht. Unsere zweite Variante, die eindeutig bessere, aber gute Fitness vorausgesetzt, ist wegzurennen. Der Überraschungseffekt ist enorm.

 

Leider hat mich heute eine bestimmt ganz schlimme, asiatische, fiese Erkältung heimgesucht. Falls jemand eine Idee hat, was hier gerade so umgeht, nur raus damit. Das kann doch unmöglich eine normale Erkältung sein, eher eine ganz feige Mutation. Aus diesem Grunde bin ich gerade auch ein klein wenig schlapp und nicht unbedingt in meinem Flow, diesen Post zu schreiben. Doch Unkraut vergeht nicht.

 

Der morgige Tag wird ebenfalls noch einmal in den Tempelanlagen stattfinden, schließlich haben wir ein Drei-Tages-Ticket erworben, das genutzt werden möchte. Deshalb hoffen wir morgen auf ein schönes Wiedersehen mit Euch, wenn unsereins wieder frisch und munter den letzten Tag in Siem Reap einläutet.

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